Wer einmal in Griechenland Urlaub gemacht hat, kann sehen, dass Umweltbewusstsein noch nicht so richtig in der hellenischen Gesellschaft angekommen ist – auch wenn auf Kreta mittlerweile erste zarte Experimente mit Pfandsystemen und Wertstoffrücknahme gemacht werden. Dosen, Pappkaffebecher, Plastikflaschen und andere Verpackungen landen leider nach wie vor massenhaft am Straßenrand.
Darüber hinaus stand hinter der Gründung unserer Upcycling-Manufaktur die grundlegende Idee, der fortschreitenden Digitalisierung des Lebens und dem damit verbundenen Wertverlust des gedruckten Wortes mit einer ganz praktischen Lösung zu begegnen. Futter für das Konzept der Weiterverwendung von alten Büchern und Lexika gab es reichlich durch Haushaltsauflösungen, bei denen sich zeigte, dass viele schöne alte Bücher keinen wirklichen Marktwert mehr haben. Bestes Beispiel dafür sind Lexika, denen einst als aufwendig gestalteten Gebrauchsgegenständen heute oft nur noch die Rolle des Staub ansetzenden Papierballastes zukommt, der Inhalt aber kaum noch jemanden erleuchtet.
So hat sich einer unserer Gründer als studierter Archäologie an die Konstruktion von erhellenden Ideen zur sinnvollen Nutzung von Büchern, aber auch weiteren Gebrauchsgegenständen ohne wirklichen Marktwert gemacht. Und zwar, in dem ihnen als attraktive Designobjekte wieder ein echter Nutzwert gegeben wird: Als stilvolle Leuchten, dezente Buchstützen, als praktisches Wandregal oder auch als kraftvoller Unterstützer von Smartphone & Tablet.
Dabei wird jedes einzelne Objekt sorgfältig ausgewählt, individuell konstruiert und von Hand umgearbeitet, so dass es am Ende ein Unikat mit ganz eigener, hochwertiger Ausstattung wird. Dass dabei einerseits auf Ressourcen-schonenden Umgang mit Produktionsmitteln – von Yoghurtbechern über Eisstiele bis zu Versandkartons wird vieles weiterverwertet – und andererseits auf den Einsatz sicherheitsgeprüfter elektrischer Bauteile aus europäischer Produktion gesetzt wird, ist in der Upcycling-Szene noch keineswegs selbstverständlich.